14. – 17. Mai Mittelyoung / 16. – 26. Juli Mittelfest
Cividale del Friuli
Künstlerische Leitung Giacomo Pedini
Das Mittelfest FORDERT IN seiner 35.Auflage mit dem Thema PAURA (ANGST) den allgemeinen Drang nach Kontrolle heraus, lotet Abgründe und Geheimnisse zwischen menschlichen Facetten, alten Erzählungen und zeitgenössischen Szenarien aus und eröffnet damit Möglichkeiten für unvorhersehbare Entwicklungen.
Mittelfest 16 – 26 luglio: presenta 32 progetti artistici provenienti da 16 Paesi, tra cui 20 prime assolute o nazionali, con rivisitazioni di classici, per vagliarne gli sfondi nascosti; vicende inedite, pezzi perduti di Storia, mescolando generi e linguaggi, artisti rinomati e nuovi talenti. Resta sempre accesa l’attenzione sul pubblico di domani con il progetto famiglia.
Mittelyoung 14 – 17 maggio: una rassegna unica in Europa, che mette in scena, con 9 spettacoli, la prosa, la danza, la musica e il circo della Mitteleuropa under 30, dando un sostegno concreto ai giovani, scelti da altri giovani.
tra i protagonisti di mittelfest: (in ordine di calendario) Cristian La Rosa, Vasko Vassiliev, Andrea Bosca, Jeton e Blerta Neziraj, Alessandro Baricco, Josef Nadj, Laura Marinoni, Marco D’agostin, Alessio Boni, Flavio Santi, Nicola Galli, Manuela Mandracchia, Alvia Reale, Alex Bellini, Luca Lagash.
Mittelfest per punti:
Das Mittelfest FORDERT IN seiner 35.Auflage mit dem Thema PAURA (ANGST) den allgemeinen Drang nach Kontrolle heraus, lotet Abgründe und Geheimnisse zwischen menschlichen Facetten, alten Erzählungen und zeitgenössischen Szenarien aus und eröffnet damit Möglichkeiten für unvorhersehbare Entwicklungen.
Mittelfest 16. – 26. Juli: Das Festival zeigt 32 künstlerische Projekte aus 16 Ländern, darunter 20 Uraufführungen bzw. italienische Erstaufführungen, Neuinterpretationen von Klassikern, die deren verborgene Hintergründe erkunden; unbekannte Geschichten, verloren gegangene Stücke der Geschichte in einem Mix aus Genres und Ausdrucksformen und renommierte Künstlerinnen und Künstle und Nachwuchstalente. Mit dem Familienprojekt bleibt wie immer ein Schwerpunkt auch das Publikum von morgen.
Mittelyoung 14. – 17. Mai: ein in Europa einmaliges Festival, das mit 9 von anderen jungen Menschen ausgewählten Aufführungen Theater, Tanz, Musik und Zirkus aus U30-Mitteleuropa zeigt und junge Künstlerinnen und Künstler damit konkret unterstützt.


Die Vergangenheit lehrt uns, dass die Zukunft unvorhersehbar ist, während die Gegenwart zunehmend Anlass zur Sorge gibt. Vor diesem Hintergrund begleitet uns der Verstand als Kontrollorgan, immer darauf bedacht, das Unbekannte auf das Bekannte zu reduzieren, um zu versuchen, uns von der Angst vor dem Unbekannten und vor dem, was nicht in unserer Hand liegt, zu befreien. Doch was würde geschehen, wenn wir es stattdessen wagten, unseren Blick tief in die Dunkelheit zu richten? Von diesen Prämissen ausgehend beginnt die Auseinandersetzung mit dem Thema PAURA (ANGST), dem das 35. Mittelfest – das multidisziplinäre Theater-, Musik-, Tanz- und Zirkusfestival für Mitteleuropa und den Balkan mit Sitz in Cividale del Friuli–gewidmet ist.
Giacomo Pedini, der künstlerische Leiter des Mittelfests, erläutert das Thema, das ihn für das diesjährige Programm inspiriert hat, folgendermaßen: „Angst: Sie liegt ganz in den Erwartungen, in dem, was in unserer Vorstellung sein wird. Angst ist das primäre Gefühl, das vor den Ereignissen aufkommt, sie folgt nicht auf die Ereignisse. Sie ist bereits da. Sie kommt und weist den Weg. Doch indem sie das Unterliegen bei jeder todbringenden Herausforderung ahnt, verhindert sie deren Ausgang. Man muss nur über das hinausgehen, was die Augen glauben. Denn der Blick täuscht oft: Er nimmt nicht wahr, was vor einem liegt, sondern das, was der Verstand bereits erwartet. Der Blick, so heißt es, registriert nur die Unterschiede. Wenn die Angst, die sich in unseren Gedanken eingenistet hat, durch unsere Handlungen überwunden würde, würde sich vielleicht ein Wunder offenbaren. Warum folgen wir nicht jeder Angst bis zu dem Punkt, zu dem sie uns treibt, anstatt vor ihr wegzulaufen? Warum nehmen wir ihre Abenteuer nicht an?“
Die beiden internationalen Festivals finden vom 14. – 17. Mai – Mittelyoung – und vom 16. – 26. Juli – Mittelfest – statt, während das Mittelfest das ganze Jahr über unter dem Namen Mittelland weiterläuft, mit Veranstaltungen, die dem Festival Kontinuität verleihen und es als Brücke zwischen europäischen Kooperationen und lokalen Akteuren und Gegebenheiten ausweisen.
In Zahlen werden die beiden Festivals insgesamt 41 Aufführungen von Künstlerinnen und Künstlern aus 21 verschiedenen Ländern Mitteleuropas, des Balkans und aus angrenzenden und anderen Ländern der Welt zeigen (Italien, Niederlande, Frankreich, Polen, Deutschland, Argentinien, Kroatien, Südafrika, Nordmazedonien, Portugal, Norwegen, Serbien, Ungarn, Kosovo, Bulgarien, Tschechische Republik, Lettland, Slowenien, Schweiz).
Im Einzelnen wird das Mittelfest in diesem Jahr 32 künstlerische Projekte präsentieren – 17 Musik-, 7 Theater-, 4 Tanzaufführungen und 4 Zirkusshows. Dazu kommen die 3 von Mittelyoung ausgewählten Aufführungen. Insgesamt werden darunter 19 Uraufführungen bzw. italienische Erstaufführungen sein. Mittelyoung wird 9 Aufführungen präsentieren, die die Siegerprojekte des Calls sind, der im vergangenen Februar mit 238 aus ganz Europa eingereichten Bewerbungen endete: 2 Theater-, 3 Musik-, 2 Tanz- und 2 Zirkusprojekte, die insgesamt 7 verschiedene Länder repräsentieren.


MITTELFEST 16./26. Juli.
Das Programm
Das Mittelfest 2026, das letzte unter der künstlerischen Leitung von Giacomo Pedini, wird am Samstag, dem 18. Juli, in der Kirche San Francesco offiziell eröffnet.
Das Festival beginnt jedoch bereits am 16. Juli mit diversen Veranstaltungen, u.a. mit dem traditionellen Adelaide Ristori-Preis, der im Gedenken an die aus Cividale stammende Schauspielerin jedes Jahr Protagonistinnen des italienischen Theaters auszeichnet.
Zu den Highlights im Programm zählt insbesondere am Montag, den 20. Juli, Una Traviata da cortile (Eine Traviata vom Hof), eine Neuinterpretation von Verdis Traviata – die wiederum auf Die Kameliendame von Dumas dem Jüngeren basiert. Es handelt sich um eine von Alessandro Baricco geschriebene und interpretierte volkstümliche Fassung, die im Weingut Zorzettig aufgeführt wird, gefolgt von einer Weinverkostung mit friaulischen kulinarischen Kostproben. Era di maggio (Es war Mai) am Samstag, dem 25. Juli ist eine Hommage des Mittelfests an den 50. Jahrestag des Erdbebens im Friaul: ein Werk von Flavio Santi mit musikalischer Untermalung des Orchestra Corelli, das in einer Uraufführung die Volkstraditionen rund um das Erdbeben mit historischen Erinnerungen in einer großartigen Interpretation von Alessio Boni verbindet. Esploratori o geografi? Due visioni per comprendere il mondo (Entdecker oder Geografen? Zwei Sichtweisen, um die Welt zu verstehen) am 26. Juli ist wiederum eine Premiere in Italien, eine Produktion von 5th Element in Zusammenarbeit mit dem Mittelfest und dem Ravenna Festival: Ausgehend von Antoine de Saint-Exupérys Der kleine Prinz werden verschiedene Perspektiven der Realitätswahrnehmung inszeniert: die des Entdeckers Alex Bellini, mit musikalischer Begleitung von Luca Lagash mit Stücken von Marlene Kuntz, bis hin zur virtuellen Perspektive der künstlichen Intelligenz. Zu erwähnen ist hier auch eine kostenlose Veranstaltung, die das Mittelfest seinem Publikum als Vorschau aus Ungarn auf dem Domplatz bietet (genau wie die beiden schon genannten Veranstaltungen): Dabei handelt es sich um die Zirkusshow Mozzafiato! (Don’t forget to breath!) von Sophie Zoletnik und Lennart Paar, in der zwei Zirkusartisten unter einer geodätischen Kuppel atmen und sich bewegen und dabei den Atemrhythmus in Bewegung und Angst in Vertrauen verwandeln.
Doch das ganze Mittelfest-Programm 2026 ist voll von Originalaufführungen.


Angefangen bei den Theaterstücken im Programm gibt es mehrere neue Produktionen mit vielen großen Namen des italienischen Theaters.
Den Auftakt macht Lo strano caso del dottor Jekyll e del signor Hyde (Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde) (16. – 18. Juli) unter der Regie von Fabio Condemi, mit Cristian La Rosa, der Dramaturgie von Federico Bellini und der Bilddramaturgie von Fabio Cherstich. Eine Uraufführung, die die Geschichte von Mr. Hyde nachzeichnet, der Körperlichkeit, Verlangen und Grenzüberschreitung repräsentiert, die Dr. Jekyll hinter einem vernunftgeleiteten Leben verbirgt, und damit zwei Seiten von uns allen zeigt.
Eine weitere Uraufführung am 18. Juli ist Bébi. Il primo amore (Bebi oder die erste Liebe) nach Sándor Márais gleichnamigem Roman mit Andrea Bosca und der Regie von Giacomo Pedini, eine Koproduktion von Mittelfest und Bam Teatro. Die Geschichte erzählt von einem namenlosen Lehrer mittleren Alters und zwei seiner Schüler: dem intelligenten und ruhelosen Madár aus den Armenvierteln und der jungen Bebi aus gehobenen sozialen Verhältnissen.
Jeton und Blerta Neziraj, der Autor und die Regisseurin von Qendra Multimedia, kehren am 19. Juli mit einer neuen, bedeutenden internationalen Koproduktion (Kosovo, Südafrika, Nordmazedonien, Italien, Portugal, Norwegen, Frankreich) zum Mittelfest zurück: eine weitere italienische Erstaufführung zum Thema Versöhnung. Chi perdona (Under the shade of a tree I sat and wept) (Unter dem Schatten eines Baumes saß ich und weinte) regt zum Nachdenken über Vergebung als Mittel zur gesellschaftlichen Aussöhnung an. Ausgangspunkt sind dabei die Ereignisse, die 1990 im Kosovo und 1995 in Südafrika zur Einrichtung öffentlicher Foren führten, um alte Blutfehden beizulegen und die Apartheid zu überwinden.
Am 22. Juli kommt aus Kroatien Son, Mother and Father sit at a table in silence – eine italienische Erstaufführung von Ivor Martinić und Aleksandar Švabić vom ZKM Theatre, die uns vor eine schmerzhafte Frage stellt: Wenn du nur eines deiner Kinder am Leben lassen könntest, welches wäre es?
Am 23. und 24. Juli geht das Programm weiter mit Una madre coraggio (Eine Mutter Courage), Michele Santeramos Neufassung nach Bertolt Brecht in Form eines Monologs für die große Schauspielerin Laura Marinoni unter der Regie von Gianluca Barbidori. Ziel dieses Stücks ist es, eine direkte Beziehung zum Zuschauer herzustellen, dem es so vorkommen wird, als würde er Anna Fierling, Brechts „Mutter Courage“, mit ihrem provozierenden, ironischen und zärtlichen Ton tatsächlich begegnen. Noch eine Uraufführung.
La strage di Vergarolla (Die Explosion von Vergarola) am 24. Juli ist ein vom Teatro Rossetti, Stabile del Friuli Venezia Giulia, als Vorschau präsentiertes Stück, das von Paolo Valerio und dem Historiker Davide Rossi geschrieben und von Valerio selbst inszeniert wurde. Nach achtzig Jahren wird eines der tragischsten und am meisten verdrängten Kapitel des italienischen 20. Jahrhunderts wieder ans Licht geholt: die Explosion vom 18. August 1946 am Strand von Vergarola in Pula, die rund hundert zivile Todesopfer forderte, darunter viele Kinder.
Das Mittelfest-Theaterprogramm schließt mit einer weiteren Uraufführung: John and Joe von Ágota Kristóf mit Manuela Mandracchia und Alvia Reale ist am 26. Juli, dem letzten Tag des Festivals, zu sehen. Die Geschichte beleuchtet und verspottet in einem Wechselbad aus Beklemmung und Komik den Preis der Träume im Zeitalter des Kapitalismus, während die Freundschaft zweier Frauen am Rande einer gnadenlosen Gesellschaft durch einen Lottoschein auf die Probe gestellt wird.


Bei der Musik dominieren auf dem Mittelfest 2026 volkstümliche, tanzbare und Ethno-Folk-Rhythmen.
Das Weltmusik-Repertoire beginnt am 17. Juli mit Hold your horses, einem Konzert von De Dansers aus den Niederlanden: zwölf Hände, die die Gitarrensaiten greifen, schlagen, anspielen, reiten und zupfen – in einem getanzten Konzert zwischen Musik und Bewegung. Am selben Tag folgt From fear to light: Vasko Vassilev, bulgarischer Violinist und Konzertmeister am Royal Opera House, wird das Mittelfest mit dem explosiven Quintett der Covent Garden Soloists mit einem Repertoire aufmischen, das von Vivaldi bis Brahms, von der balkanischen Tradition bis zum Tango viele Genregrenzen überschreitet.
Am 19. Juli bringen die Dagadana als italienische Premiere Lumen auf die Bühne, ein Fusion-Musikkonzert aus polnischer und ukrainischer Musik mit ethnischen Rhythmen, Pop und Rock und einem Mix aus alten slawischen glücksbringenden Ritualgesängen, die zum Ausgangspunkt einer fröhlichen Reise werden.
Weiter geht es am 22. Juli mit dem mitreißenden Konzert Prikezhia von Romano Drom aus Ungarn, der wildesten Gypsy-Gruppe Mitteleuropas, die als zum ersten Mal in Italien ihre Geschichten über eine urbane Folklore erzählt.
Am 23. Juli folgt dann die Uraufführung des originellen Stücks La caccia (Die Jagd), eine Begegnung zwischen Musik und Neurowissenschaften, in der sich der Cellist Jorge Giménez und der Pianist Matteo Bevilacqua in einer musikalischen Jagd durch Werke von Beethoven, Mendelssohn und einige berühmte Filmmusiken jagen und gegenseitig herausfordern, während ihr jeweiliger emotionaler Zustand von einem Neuro-Headset erfasst und in visuelle Kunst verwandelt wird.
Das serbische Duo Alice in WonderBand präsentiert am 24. Juli sein neues Album The courage to be afraid als Premiere in Italien, ein spannender Mix aus Weltmusik und Body Percussion.
Die letzten beiden Musikkonzerte im Programm sind Fos, eine Weltpremiere der mehrfach ausgezeichneten griechischen Sängerin Erini, die am 25. Juli auf dem Programm steht und in ihrem Konzert an die Vertreibung der Griechen aus Kleinasien im Jahr 1923 erinnert, und Disorienti am 26. Juli, bei dem die Geige von Anaïs Drago auf die Oud von Peppe Frana trifft und asiatische Tradition auf Jazz – auf einer originellen und unerwarteten musikalischen Reise.
Klassische Musik
Das Klassik-Highlight dieses Festivals ist am 24. Juli das Konzert des FVG Orchestra mit dem Titel Il demoniaco (Das Dämonische). Es ist eine Reise in die dunkle Seite der Musik, zwischen Virtuosität und Unruhe, bei der der Pianist Gabriele Strata und der Geiger Christian Sebastianutto gemeinsam mit dem Orchester unter der Leitung von Paolo Paroni Werke von Liszt, Tartini und Strauss, durchzogen von einem hauchdünnen Faden der Angst, interpretieren.
Den Abschluss des Musikprogramms bilden die Uraufführungen der beiden Konservatorien: am 20. Juli das Conservatorio Tartini mit „Chi ha paura del lupo cattivo?“ (Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?) und am 21. Juli das Conservatorio Tomadini mit „Facade, un intrattenimento in musica“ (Facade. Unterhaltung in Musik).
Damit kommen wir zum Tanz.
Am 21. Juli steht Dialogues in the dream auf dem Programm, ein neues Projekt des französisch-ungarischen Tänzers Josef Nadj, der gemeinsam mit Ivan Fatjo auch die Choreografie entwickelt hat, untermalt von Musik von John Cage. Tanz, Musik und Performance verschmelzen miteinander, inspiriert von Texten des Zen-Meisters Musō und des ungarischen Dichters Dezső Tandori.
Am zweiten Samstag des Festivals, dem 25. Juli, kommt auch Best Regards von Marco D’Agostin zum Mittelfest, eine weltliche und poppige Hommage an den 2012 verstorbenen Tänzer und Choreografen Nigel Charnock: ein Brief an jemanden, der niemals antworten wird, der uns alle betrifft, für all die Male, in denen wir nicht rechtzeitig gesagt haben, was uns am Herzen lag.
Am letzten Tag, dem 26. Juli, kommt aus dem Friaul 8. Otto archi, otto corpi (8. Acht Streicher, acht Körper), eine Uraufführung von Arearea mit der Fondazione Bon, konzipiert und inszeniert von Roberto Cocconi zu Musik von Michael Gordon. Auf der Bühne bilden acht Celli ein Achteck, mit acht Tänzerinnen und Tänzern in der Mitte.
Das letzte Tanzprojekt Pop (Plopp) von Nicola Galli, das am 26. Juli auf dem Programm steht, führt uns schließlich zum Familienprojekt. Eine interaktive Performance für Kinder und Familien, die spielerisch die vielfältigen motorischen Möglichkeiten des Körpers erkundet.
Und damit sind wir beim Familienprojekt.
Am 17. Juli nimmt uns 3clowns. Les bleus de travail der französisch-polnischen Gruppe von Laurent Barboux, Lionel Becimol und Alexandre Demay in ein komisches und schonungsloses Stück mit, in dem die Clownkunst ausgelotet wird. Am 19. Juli ist Tuba der deutsch-argentinischen Clowns Expectativa Zero, kreiert von Martin Orchessi, der auch zusammen mit Maria Jose Ferronato auftritt, die Weltpremiere eins Tuba-Konzerts mit Clowns, das eine Hommage an das Scheitern ist und jeden Misserfolg in eine neue kreative Möglichkeit verwandelt.
Am 25. Juli endet das Familienprojekt mit dem Workshop von Alice in WonderBand und mit La musica dei balocchi (Die Musik der Spielzeuge) von Anais Drago und Saba Salvemini, einer Reise in die Welt von Pinocchio, in der die Musik die Form eines Donnerorchesters, eines Tischlerchors und eines Esel-Ensembles annimmt.
Abgerundet wird das Mittelfest-Programm 2026 durch Zirkusvorstellungen.
Am 23. Juli steht Coppélia, un ballet mécanique der italienischen Gruppe Blucinque auf dem Programm, konzipiert und inszeniert von Caterina Mochi Sismondi. Im Mittelpunkt stehen die Themen Identität und Körper, dargestellt durch eine zerbrechliche, aber zugleich ironische und starke weibliche Figur, die vom kubistischen Film Ballet Mécanique (1924) von Fernand Léger inspiriert wurde. Abschließend wird am 25. und 26. Juli Symbiosis von Kolja Huneck aus Deutschland und Luuk Branjes aus den Niederlanden aufgeführt. Eine große Koproduktion diverser Kultureinrichtungen, in der sich Traum und Wirklichkeit vermischen und ein surreales Universum erschaffen wird, in dem die Künstler die Beziehung des Menschen zur natürlichen Umwelt um ihn herum erforschen.
Auf dem Mittelfest-Programm stehen außerdem noch die 3 Gewinner-Shows von Mittelyoung und viele Nebenveranstaltungen, wie beispielsweise der Adelaide Ristori-Preis (16. Juli), das Forum Italien-Serbien, die „Kaffees“ mit den Künstlern und die Kurzfilme von Mittelimmagine. Und auch dieses Jahr gibt es wieder die MitteLounge vom 21. – 23. Juli: Musik zum Aperitif bei Sonnenuntergang im Zelt im Garten der Ursulinen mit regionalen Bands.


MITTELYOUNG 14. – 17. Mai
Mittelyoung, das U30-Festival Mitteleuropas, ist seit seiner Gründung vor sechs Jahren eine der originellsten Neuheiten, die das Mittelfest ins Panorama der italienischen und europäischen Festivals einbringt, um dem Publikum die Möglichkeit zu bieten, eine neue Generation auf der Bühne zu sehen und gleichzeitig Nachwuchstalente konkret bei der Produktion zu unterstützen.
Neun Aufführungen von U30-Künstlerinnen und -Künstlern aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz und Zirkus, die von den U30-Kuratorinnen und -Kuratoren ausgewählt wurden, kommen aus sieben Ländern (Italien, Lettland, Deutschland, Tschechische Republik, Bulgarien, Schweiz, Slowenien) nach einem Open Call zum Mittelyoung 2026, bei dem 238 Bewerbungen aus 28 Ländern eingingen.
Auch 2026 gibt es wieder den von einer Expertenjury verliehenen Preis. Diese Jury soll die interessantesten Mittelyoung-Projekte bewerten, ihre Mitglieder sind Riccardo Ventrella vom Teatro della Pergola, Francesca Di Fazio, die künstlerische Junior-Leiterin der ERT Fondazione, und der Kritiker und Gelehrte Roberto Canziani.
Das Programm
Mittelyoung findet vom 14. – 17. Mai 2026 in der Kirche Santa Maria dei Battuti in Cividale mit dem folgenden Programm statt.
Am 14. Mai beginnt das Festival mit der Tanzaufführung Wújìn 無盡 von Felix Chang; der chinesische Titel geht auf die taoistische Philosophie zurück und bedeutet „endlos“. Tatsächlich geht es um die Unendlichkeit, ausgedrückt in erhabenen und eindrucksvollen Worten. Ausgehend von den körperlichen Praktiken der taiwanesischen Tempelkultur laden Chang und Gabriella Lemma das Publikum zu einer Zeremonie „der Achtsamkeit“ ein. Der erste Tag endet mit dem Konzert der slowenischen Gruppe Duplina, Nove stare zgodbe, „neue alte Geschichten“, das von der Faszination für die mündliche Überlieferung und die Volksmusik des slowenischen und deutschen Kulturerbes erzählt.
Am 15. Mai hebt sich der Vorhang für die Zirkusvorstellung des tschechischen Künstlers Arman Kupelyan mit dem Titel Chuck my life. Chuck kämpft mit aller Kraft gegen die Anforderungen des Alltags, nur dass er dies mit dem berühmt-berüchtigten japanischen Tanz Butō in einer clownesken Version und mit einer unbändigen Leidenschaft für Luftballons tut. Am Freitag steht auch das erste italienische Stück auf dem Programm: das Theaterstück Un live podcast (Ein Live-Podcast) von Divanoproject, das bereits den Teatrinscena-Wettbewerb gewonnen hat. Vier Jugendliche sollen im Rahmen eines Nachwuchswettbewerbs einen Podcast produzieren. Einer von ihnen erzählt eine Begebenheit, die ihm tatsächlich passiert ist, weigert sich jedoch, die Geschichte zu verändern, um sie spannender zu gestalten. Für die Aufführung wurde auch die Zusammenarbeit von Mittelfest und RAI Radio3 für „Futuro presente“ erneuert.
Der 16. Mai beginnt mit Adam’s Apple der Schweizer Company Creama, einer humorvollen Tanzshow, die das Schamgefühl untersucht, das Frauen gegenüber ihrem Körper und ihrer Identität empfinden. Eine Einladung, sich selbst anzunehmen und zu umarmen.
Am selben Tag folgt die Musikshow des italienischen Ensembles Tre Moschettieri Cello Quartet, das Akylas – ex opsesos präsentiert. Ein Konzert, das in vollkommener Dunkelheit stattfindet und bei dem der Saal, frei von visuellen Anhaltspunkten, zum Labyrinth des Perseus wird, und ein Celloquartett uns durch die Geografien der Angst führt, von Haydn über Bach, Schubert und Tschaikowski bis Schumann. Den Abschluss bildet das bulgarische Theaterstück Insert coin / player one von Karakashyan & Artists, eine mitreißende Show, die die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt auslotet und in der das Publikum zum aktiven Protagonisten eines Live-Videospiels wird, das sich mit den Themen Identität, Sehnsucht und Kontrolle auseinandersetzt.


Schließlich steht am 17. Mai die Musik von Annie Wicca aus Lettland im Mittelpunkt des Konzerts A song is a map, das Angst als Schwelle erkundet, als das Gefühl, das dem Handeln, dem Verlangen und der Verwandlung vorausgeht, wobei jedes Stück einer Mondphase entspricht und eine andere Nuance der Angst repräsentiert. Den Abschluss bildet die Zirkusvorstellung Breath von Rachele Ferraro, eine Reise zwischen Theater, Jonglierkunst und zeitgenössischem Tanz über die Angst vor dem Ersticken – vom Ertrinken zum befreienden Atemzug, vom Leiden zur Poesie. Das U30-Festival endet wie immer mit der Preisverleihung und der Auswahl der drei Shows, die noch einmal auf dem Hauptfestival aufgeführt werden.
Das Mittelfest 2026 bildet den Abschluss von Giacomo Pedinis beiden Amtszeiten als künstlerischer Leiter (2021–2023, 2024–2026): Sein vorausschauender Blick ermöglichte es, die Identität des Mittelfest zu stärken und ihm neue Elemente hinzuzufügen, die sich als Teil einer Erfolgsformel in Bezug auf das Publikum und die internationalen Beziehungen des Festivals erwiesen haben. Dazu gehören unter anderem der Zirkus, das U30-Festival „Mittelyoung“, eine neue Fähigkeit, nicht nur Aufführungen zu produzieren, sondern diese auch lebendig zu halten, indem sie in Italien und im Ausland gezeigt werden, neue europäische Partnerschaften sowie das neue digitale Archiv „Mittelbabel“. Seit 2024 beteiligte sich das Mittelfest zudem erfolgreich am Programm der europäischen Kulturhauptstadt GO! 2025 – Nova Gorica und Gorizia mit einem großen multidisziplinären Projekt und drei Theateraufführungen. Die letzte, L’alba dopo la fine della Storia (Die Morgendämmerung nach dem Ende der Geschichte), wird zwischen Oktober und November 2026 in Italien und Kroatien auf Tournee gehen.
UFFICIO STAMPA MITTELFEST
Nazionale/ Internazionale Giulia Calligaro giulia.calligaro4@gmail.com 0039.349.6095623
Macroregionale Francesca Gatti: f.gatti@reportagepr.com, 0039.347.9854644
Generale: ufficiostampa@mittelfest.org